Unterkategorie von Streusalz und Streugut

Streusplitt und abstumpfende Streustoffe

Wo Salz nicht gestreut werden darf oder nicht wirkt, kommt abstumpfendes Streugut zum Einsatz. Splitt und Lavagranulat tauen nichts auf, sie verbessern nur den Griff, und das ändert Menge, Streuzeitpunkt und den Aufwand nach dem Winter grundlegend.

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Was in diese Kategorie gehört

  • Streusplitt in gängigen Körnungen, üblich sind feine Bereiche um ein bis drei und zwei bis fünf Millimeter.
  • Lavastreugut als leichtes, poröses Granulat mit geringerem Gewicht je Streubreite.
  • Salzfreie Streugranulate für Gewässerschutzgebiete und salzempfindliche Bereiche.
  • Sackware und Palettenware für Handstreuung und für die Befüllung von Streugutkisten.
  • Kehrgut-Zubehör wie Schaufeln und Trichter für die Entnahme.

Worauf Sie bei der Auswahl achten

Abstumpfende Streustoffe wirken nur mechanisch. Sie müssen auf der Schnee- oder Eisschicht liegen bleiben, deshalb ist der Zeitpunkt wichtiger als die Menge. Auf überfrorener Nässe ohne Schneeauflage wandert Splitt schnell an den Fahrbahnrand und wirkt kaum noch. Rechnen Sie den Kehraufwand im Frühjahr von Anfang an mit ein, denn der Splitt muss aufgenommen, entsorgt oder aufbereitet werden und belastet Straßenabläufe und Kanal.

Bei der Körnung gilt ein einfacher Zusammenhang. Feines Material streut gleichmäßiger und ist für Gehwege angenehmer, grobes greift auf verdichtetem Schnee besser und bleibt länger liegen. Lavagranulat ist leichter und erlaubt bei gleicher Zuladung mehr Streubreite, wird aber bei starkem Verkehr schneller zerrieben.

Typische Einsatzfälle

Gehwege, Treppenanlagen und Haltestellen, an denen Salz aus Rücksicht auf Bäume und Straßenbegleitgrün vermieden wird. Wasserschutzgebiete und Gewässerrandstreifen, in denen die Gemeindesatzung Auftausalz einschränkt. Sehr tiefe Temperaturen, bei denen Auftausalz seine Wirkung verliert. Befüllung der Streugutkisten im Ortsgebiet, weil dort überwiegend von Hand gestreut wird. Wirtschaftswege und Außenbereiche, die nicht zum Räum- und Streuplan der Hauptstrecken gehören, aber im Winter befahren werden.

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Häufige Fragen

Wirkt Splitt bei Glatteis?

Nur eingeschränkt. Auf blankem Eis ohne Schneeauflage findet Splitt kaum Halt und wird vom Verkehr zur Seite getragen. Auf festgefahrenem Schnee und bei sehr tiefen Temperaturen ist er dagegen die wirksamere Wahl.

Wie viel Splitt wird je Quadratmeter gestreut?

Deutlich mehr als Salz, in der Praxis ein Vielfaches der Salzmenge. Die konkrete Menge hängt von Körnung, Fläche und Witterung ab und sollte im Winterdienstplan hinterlegt sein, damit Bedarf und Lagerfläche planbar bleiben.

Muss Splitt nach dem Winter aufgenommen werden?

Ja. Liegengebliebener Splitt ist eine Rutschgefahr für Radfahrer, verstopft Straßeneinläufe und wird in den Kanal gespült. Die Frühjahrskehrung gehört deshalb fest zur Winterdienstplanung.

Kann aufgenommener Splitt wiederverwendet werden?

Technisch ja, wenn er gesiebt und gewaschen wird. In vielen Gemeinden scheitert es am Aufwand und an der Verschmutzung. Klären Sie die abfallrechtliche Einstufung des Kehrguts mit dem Entsorger, bevor Sie eine Wiederverwendung planen.

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